Literaturliebhaber
kann man eigentlich nur warnen vor diesem Haus. Wenn sie einmal
hier sind und die Bücherregale sondieren, werden sie vermutlich
den Impuls verspüren, hier Wochen oder Monate verbringen zu
wollen. Es gibt Reisebücher und Bildbände zu Portugal
und Literatur von Weltklasse, darunter auch einiges von Fernando
Pessoa, José Saramago und Antonio Lobo Antunes. In der Küche
finden sich rund 40 Kochbücher, falls man mal eine Anregung
braucht. Die erlesene Auswahl kommt nicht von ungefähr: die
Besitzer der Casa arbeiten als Buchhändler. Doch das weiße
Haus mit seinen blauumrahmten Fenstern zeichnet sich keineswegs
nur durch seine literarischen Schätze aus.
Es
liegt am Rande des alten Zentrums von Tavira, einen Katzensprung
von der Burgruine, der Kirche Santa Maria und dem alten Kloster,
das heute eine Nobelherberge ist, entfernt. Die Casa wurde vor etwa
hundert Jahren erbaut und die heutigen Besitzer haben Wert darauf
gelegt, das Alte so weit es geht zu erhalten. An der Eingangstür
finden sich die typischen Türklopfer in Form von zwei Händen.
In früheren Zeiten brauchte man sie kaum, außer am Abend
oder im Winter. Im Algarve war es üblich, die Türen vertrauensvoll
offen stehen zu lassen.
Im Haus gibt es die typischen zweiflügeligen Türen, alle
weiß gestrichen, passend zu den weißen Innenwindläden.
Da die Besitzer selbst immer wieder einige Zeit hier verbringen,
ist das Stadthaus anders als viele andere Ferienhäuser sehr
liebevoll und behutsam eingerichtet und ausgestattet. So gibt es
eine CD-Sammlung mit Klassik und Musik aus dem portugiesisch-andalusischen
Kulturraum. Kunstwerke, Möbel und die handgetöpferte Keramik
tragen ihren Teil zu der besonderen Atmosphäre dieses Hauses
bei. Dazu gehören auch die durchdachte Beleuchtung und die
Kerzen. Man spürt, dass hier Menschen am Werk waren, die diesem
Haus mit Zuneigung verbunden sind und Sinn für Wohlbefinden
und Schönheit haben. Luxus nicht, aber Schönheit.
In
Tavira findet man noch vieles von den Traditionen und der Atmosphäre
der einstigen Algarve, vieles, was anderswo bereits verloren gegangen
ist.
Das
Stadtbild ist weitgehend harmonisch mit vielen alten, teils gekachelten
Häusern. Tavira ist nicht groß, aber jedes Haus ist anders
und man kann Stunden mit dem Beobachten von Details an Dächern,
Fenstern und Türen verbringen und mit dem Flanieren durch die
kleinen verwinkelten Gassen, die sich einer schnellen Orientierung
eher verschließen. Oder mit dem Studieren der Hunde im Stadtbild,
die einem am zweiten Tag bereits vertraut sind und von denen jeder
ein Original ist. Die Stadt ist links und rechts des Flusses Gilão
gewachsen und noch immer verbindet eine Brücke aus der Römerzeit
die beiden Teile. Die alte Markthalle wurde umfunktioniert. Die
neue liegt außerhalb der Stadt, aber der Weg lohnt, v.a. wenn
man selbst kochen möchte. Hier gibt es Obst und Gemüse,
das ein Aroma hat, wie man es anderswo kaum noch findet, Kräuter,
getrocknete Feigen, Honig aus der Algarve, Blumen und fangfrischen
Fisch. Der wochentägliche Markt ist ein sinnliches Erlebnis,
auch wenn die Markthalle selbst ein nüchterner Bau ist.
Die
Ostalgarve wird auch Sotavento genannt. Sie zeichnet sich durch
lange Sandstrände aus, im Gegensatz zum westlichen Barlavento
mit seinen vielfältigen Felsenküsten und -stränden.
Die Wassertemperaturen an der Ostalgarve liegen um ca. zwei Grad
höher als die Wassertemperaturen an der Küste von Lagos.
Die Küste hier ist insgesamt weniger touristisch und weniger
bebaut als zwischen Faro und Lagos. Die vorgelagerten Sandinseln
sind Teil des Naturparks Ria Formosa. Von Tavira aus kommt man mit
kleinen Booten von dem etwa drei Kilometer entfernten Quatro Aguas
zur Ilha de Tavira (Bild). Im Sommer verkehren sie direkt von Tavira
aus.
Interessante Ausflugsziele sind: Mertola und Alcoutim am Fluss Guadiana
sowie das bergige Hinterland mit seinen Dörfern wie z.B. Cachopo,
das sich auch für Wanderungen empfiehlt. Kunsthandwerk und
Liköre aus der Region werden in einigen kleinen Läden
in Tavira verkauft. Die Besitzer des Stadthauses haben zudem alles
Wissenswerte von Einkaufen bis Ausflüge in einer Mappe zusammengestellt.
Wochenpreise*
für das Stadthaus in Tavira:
November bis März: 300 Euro
Oktober: 400 Euro
April, Mai, Juni, September: 450 Euro
Juli und August: 500 Euro
Vor
Ort steht den Gästen eine deutschsprachige Hausverwaltung zur
Verfügung. Im Preis sind eine wöchentliche Reinigung des
Ferienhauses und wöchentlicher Wäschewechsel enthalten.
Die Endreinigung kostet 35 Euro.
Zum Haus gehören zwei Schlafzimmer (eins im Erdgeschoss, das
andere im Dachbereich über dem Wohnzimmer), Wohnzimmer, Bücherzimmer
mit Eßtisch, eine gut ausgestattete Küche und ein Bad
mit Dusche und Waschmaschine. Es gibt einen Patio und eine sonnengeschützte
Dachterrasse mit zwei Holzliegen und großem Holztisch. In
der kühlen Jahreszeit kann das Haus über Strom und mit
dem Holzofen geheizt werden. Stromkosten werden dann extra berechnet.
Das Stadthaus ist optimal für 2 Personen, für Familien
mit zwei Kindern oder für zwei gut befreundete Paare.
*
Die Preise entsprechen exakt den von den Hausbesitzern angegebenen
Preisen.
Es gehört zu unserem Selbstverständnis, unseren Kunden
die gleichen Preise zu bieten,
wie sie sie auch bei der Direktbuchung bekommen würden.
Wir
freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme
und beraten Sie gern bei weiteren Fragen,
per Telefon unter 00351-96 983 81 83
oder per
E-Mail an Luaverde